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MONTAG, 21. NOVEMBER
20:00 Uhr


Georg Aescht liest aus dem Werk von

Radu Cosasu/ Oscar Rohrlich
Das Leben der Fiktion nach einer Revolution

Hinter diesem etwas kryptischen Titel verbirgt sich die Geschichte eines Lebens mit allen Irrungen und Wirrungen, die der real existierende und anfangs auch real wie ideal angenommeneKommunismus bei einem Menschen gestiftet hat. In der Form von Briefen, die zwischen Bukarest, Grönland, Island und sogar Israel hin und hergehen, setzen sich eineinst zu naiver Begeisterung neigender Autor, seine ehemalige Frau, sein Sohn und Menschen der vielfältigen gesellschaftlichen Umfelder hüben und drüben mit dem verheerenden und versehrten Erbe stalinistischer und ceausistischer Zeiten in Rumänien auseinander. Ironisch gebrochen, bisweilen süffisant wird ein vermeintlich vom Start weg verfehltes Leben literarisch gerettet. Der mittlerweile 85-jährige Radu Cosasu, der hier
zum ersten Mal auch mit seinem jüdischen Namen zeichnet, ist einer der bekanntesten und für seine Integrität ebenso wie für seine Schärfe geachtetsten Publizisten und Erzähler
Rumäniens.


Ort: Weinhaus Kinkel-Stuben, Kinkelstraße 1, 53227 Bonn


   

   
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