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7. November bis 21. November 2016

Wie immer in Oberkassel:

Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei,

am Ende der Lesung bitten wir um eine Hutspende am Ausgang.  

Folgende Lesungen gibt es für die Oberkasseler und ihre Gäste:


   



MONTAG, 7. NOVEMBER 2016
20:00 Uhr

Karlheinz Schonauer
„Nemesis“

Das Schicksal der Armenier und die Rolle der deutschen Reichsregierung 1915.
– Ein historisches Tagebuch.
 
Ort: Weinhaus Kinkel-Stuben, Kinkelstraße 1, 53227 Bonn


   



MITTWOCH, 9. NOVEMBER
20:00 Uhr

Hermann Rösch

„Gottfried Kinkel als Rheinländer“

Zu Lebzeiten war er in aller Munde. Als Dichter brachte er es schon in den 1840er Jahren zu einiger Bekanntheit. Als demokratischer Revolutionär gehörte er für eine gewisse Zeit zu den bekanntesten Deutschen. Auch im Ausland, in England und den USA vor allem, nahm man an seinem Schicksal Anteil. So unterschiedliche Persönlichkeiten wie Bettina von Arnim, Ernst Moritz Arndt oder Charles Dickens setzten sich für ihn ein. – An diesem Abend nähern wir uns der Person des berühmten Oberkasselers auf besondere Weise.


Ort: Weinhaus Kinkel-Stuben, Kinkelstraße 1, 53227 Bonn


   



DONNERSTAG, 10. NOVEMBER
20:00 Uhr

Hans Hinterkeuser
liest aus seinem Buch

Elly Ney und Karlrobert Kreiten
Zwei Musiker unterm Hakenkreuz

und präsentiert Bilder, Fotos und eine 3minütige
originale Plattenaufnahme von Karlrobert Kreiten


Vor 100 Jahren, im Juni 1916 wurde in Bonn der Pianist Karlrobert Kreiten geboren. Er starb mit 27 Jahren: Am 7. September 1943 wurde er zu Beginn der „Plötzenseer Blutnächte“erhängt. Der Bonner Autor Hans Hinterkeuser hat die 100. Wiederkehr von dessen Geburtstag zum Anlass genommen, ein Lebensbild des Pianisten zu zeichnen. „Das Bild gewinnt an Schärfe“, schreibt der Autor in seinem Vorwort, „wenn es kontrastiert wird durch ein Gegenbild, das sich gewissermaßen auf-drängt: dies ist die Pianistin Elly Ney, ebenfalls Bonnerin.“ Der Autor verschafft dem Leser Einblicke in zwei völlig ent-gegengesetzte Lebensläufe: hier das Leben der glühenden Befürworterin des Nazi-Regimes, dort das beklagenswerte Opfer.

Ort: Haus der Evangelischen Gemeinde
Kinkelstraße 7, 53227 Bonn, 1. Stock (über dem Kindergarten)


   



SONNTAG, 13. NOVEMBER
18:00 Uhr

Engelbert Decker

„Bevor DADA da war, war DADA da“

Engelbert Decker zelebriert Dada als eine Buffonade und eine Totenmesse zugleich, balanciert innere Spannungen aus und verlinkt damit die verschiedenen Strömungen der Zeit miteinander, ein Trommelfeuer der künstlerischen Innovation, Dada als Kunst am Rande des Nervenzusammenbruchs: "Alles in unserer Zeit ist Dada, wenn die Dadaisten Dadaisten
wären, dann wären die Dadaisten keine Dadaisten."

Engelbert Decker ist Dada, als Musik-Dadaisten
Bernhard Zapp am Cello und Victor Moser am Flügel
 
Ort: Alte Evangelische Kirche Zipperstraße, 53227 Bonn


 



FREITAG, 18. NOVEMBER
20:00 Uhr


Rose Wolfgarten erzählt
„Märchen der Gebrüder Grimm“

Rose Wolfgarten hatte schon als kleines Kind intensive und prägende Begegnungen mit dem gesprochenen Wort, denn ihre Mutter war von Beruf Rezitatorin und lernte die Texte für ihreTourneen in Hörweite ihrer Kinder auswendig. Rose Wolfgarten erlebte den Prozess vom mechanischen Flüstern über das schon lebendigere Murmeln bis zum Gestalten undzum endgültigen Ausdruck mehr oder weniger bewusst mit und erfuhr ganz nebenbei auch noch viel über die handwerklichen Voraussetzungen des Erzählens: Artikulation, Atmung, Betonung, Dynamik, Steigerung, Pausen. Irgendwann fand sie zu den Märchen und seither erzählt sie.


Ort: Seniorenzentrum Theresienau, Theresienau 20, 53227 Bonn 


 



SONNTAG, 20. NOVEMBER
17:30 Uhr

„Sind Heinrich Böll und
Günter Grass schon vergessen?“

Susanne Kuhfuß und Lutz Koropp lesen
Kurzgeschichten der zwei Literatur-Nobelpreisträger

Mit einer kleinen Fotoausstellung mit Porträts der beiden Nobelpreisträger
und weiteren Schriftsteller-Porträts von Karl-Heinz Bast
 
Ort: Kulturzentrum Altes Rathaus, Königswinterer Strasse 720, 53227 Bonn 


  



MONTAG, 21. NOVEMBER
20:00 Uhr


Georg Aescht liest aus dem Werk von

Radu Cosasu/ Oscar Rohrlich
Das Leben der Fiktion nach einer Revolution

Hinter diesem etwas kryptischen Titel verbirgt sich die Geschichte eines Lebens mit allen Irrungen und Wirrungen, die der real existierende und anfangs auch real wie ideal angenommeneKommunismus bei einem Menschen gestiftet hat. In der Form von Briefen, die zwischen Bukarest, Grönland, Island und sogar Israel hin und hergehen, setzen sich eineinst zu naiver Begeisterung neigender Autor, seine ehemalige Frau, sein Sohn und Menschen der vielfältigen gesellschaftlichen Umfelder hüben und drüben mit dem verheerenden und versehrten Erbe stalinistischer und ceausistischer Zeiten in Rumänien auseinander. Ironisch gebrochen, bisweilen süffisant wird ein vermeintlich vom Start weg verfehltes Leben literarisch gerettet. Der mittlerweile 85-jährige Radu Cosasu, der hier
zum ersten Mal auch mit seinem jüdischen Namen zeichnet, ist einer der bekanntesten und für seine Integrität ebenso wie für seine Schärfe geachtetsten Publizisten und Erzähler
Rumäniens.


Ort: Weinhaus Kinkel-Stuben, Kinkelstraße 1, 53227 Bonn


   


   
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