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MONTAG, 20. NOVEMBER
20:00 Uhr

Herrmann Rösch

Gottfried Kinkel und die Schweiz

Als demokratischer Revolutionär war Kinkel gezwungen, nach seiner Befreiung aus dem Zuchthaus 1850 im Exil zu leben. Zunächst ließ er sich in London nieder, 1866 wurde er als Professor für Kunstgeschichte nach Zürich berufen. Er fühlte sich in der damals einzigen Republik Europas so wohl, dass er 1875 die Schweizerische Staatbürgerschaft annahm. Dies zog ihm auch bei einstigen Freunden den Vorwurf des Vaterlandsverrats zu. Das von Bismarck geformte Deutsche Kaiserreich aber lehnte er strikt ab. Der Vortrag behandelt eine spannungsreiche Phase, die in den meisten Publikationen zu Kinkel nur kurz oder gar nicht zur Sprache kommt.

Ort: Weinhaus Kinkel-Stuben, Kinkelstraße 1


   

   
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