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MONTAG, 13. NOVEMBER
20:00 Uhr

Georg Aescht

„Passt auf und hört!"

Georg Aescht hat sich eine sächsische Lesung mit gesprochenen deutschen Fußnoten vorgenommen

Ein siebenbürgischer Mundartdichter zwischen kruder Groteske und subtiler Sprachkunst. Die deutsche Mundart der Siebenbürger Sachsen ist moselfränkischen Ursprungs, hat sich aber über Jahrhunderte im fernen Karpatenbogen in gewissermaßen urtümlich mittelalterlichem Zustand lebendig erhalten, obwohl sie mit wenigen Ausnahmen nicht verschriftlicht worden ist. Die stets „nur volkstümliche“ Literatur in dieser Mundart ist auch in notdürftig improvisierter schriftlicher Form nur Mundartsprechern zugänglich. Michael Königes, ein Bauer in einer Großgemeinde bei Kronstadt, hat neben einigen mehr oder minder gelungenen Erzählversuchen auf Hochdeutsch sächsische Texte gereimt, die im Grunde nicht eben zartfühlend Schwänke erzählen – und doch einen Sprachkünstler von Graden eines Wilhelm Busch zeigen.


Ort: Weinhaus Kinkel-Stuben, Kinkelstraße 1


 

   
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